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Bericht PEWO Weltcup in Deutschland

26.01.2009:
Nach drei Jahren Pause gab es vergangenes Wochenende wieder einen Weltcupbewerb in Deutschland. In Unterammergau gab es widrige Verhältnisse

Überglücklich mit seinem zweiten Platz war Weltmeister Gernot Schwab (AUT), der nach seinen verpatzen Trainingsläufen nicht mehr an einen Erfolg geglaubt hatte: „Mein ganzes Geld hätte ich gegen mich gewettet, ich bin im Training zwei Mal in die Bretterwand gefahren und war 16. Die Führung nach dem ersten Lauf hat mich aber für alles entschädigt“, sagte der Steirer. „Ich habe daheim keine Bahn zum Trainieren und Material testen, es ist dann oft zermürbend, wenn ich jeden Lauf mit unterschiedlichem Material fahren muß, weil ich erst bei den Weltcuprennen zum Testen komme“. Wieder auf die Siegerstrasse zurück kam Patrik Pigneter aus Südtirol der nun wieder zum ständigen Sieganwärter zählen wird.

Neuerlich aufhorchen ließ der junge Österreicher Thomas Schopf (19), der wie bereits in St. Sebastian den dritten Platz belegte. Für den anderen Shooting Star des ÖRV Team, Michi Scheikl wäre ebenfalls mehr drinnen gewesen. Doch Rang sieben geht schon in Ordnung so der 19 Jährige nach dem Rennen. Pech an diesem Wochenende hatte der führende im Weltcup der Tiroler Gerald Kammerlander. Er schnitt sich am Start an der Hand, bestritt das Rennen dadurch stark gehandicapt und mußte nach dem Rennen sogar genäht werden.

„Den Grundstein zum Sieg habe ich im ersten Lauf gelegt“, kommentierte Renate Gietl (ITA) ihren dritten Sieg in ebenso vielen Rennen. „Dabei hatte ich gehörig Respekt vor dieser Bahn. Hier muß man Gas geben, dosieren und gleiten können, es freut mich, daß es mir gelungen ist, diese Faktoren zu kombinieren.“ Mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang sicherte sich Melanie Batkowski (AUT) den zweiten Platz, ihr bestes Saisonergebnis nach zwei dritten Plätzen in den ersten beiden Rennen. Nun schein Melanie Batkowski bald für Ihren ersten Sieg reif zu sein. Bei der Junioren EM in Lungiarü nächste Woche scheint die Schönbergerin jedenfalls die absolute Top Favoritin zu sein.

Am nächsten Wochenende steht mit Deutschnofen in Italien ein neuer Weltcup-Austragungsort auf dem Programm.

Endergebnisse Unterammergau

Damen
1. Renate GIETL (ITA), 1:08,31(1), 1:08,85(2), 2:17,16
2. Melanie BATKOWSKI (AUT), 1:08,73(2), 1:08,80(1), 2:17,53
3. Ekatharina LAVRENTJEVA (RUS), 1:09,27(4), 1:09,14(3), 2:18,41
4. Renate KASSLATTER (ITA), 1:09,77(6), 1:09,30(4), 2:19,07
5. Evelyn LANTHALER (ITA), 1:09,73(5), 1:09,38(5), 2:19,11
6. Julia VETLOVA (RUS), 1:09,23(3), 1:10,02(6), 2:19,25
7. Marlies WAGNER (AUT), 2:21,19
8. Tina UNTERBERGER (AUT), 2:21,98
9. Tamara SCHWARZ (ITA), 2:24,33
10. Michaela MAURER (GER), 2:2:25,21

Herren
1. Patrick PIGNETER (ITA), 1:07,43(2), 1:07,43(1), 2:14,86
2. Gernot SCHWAB (AUT), 1:07,42(1), 1:07,65(2), 2:15,07
3. Thomas SCHOPF (AUT), 1:07,61(4), 1:07,88(4), 2:15,49
4. Robert BATKOWSKI (AUT), 1:07,70(5), 1:07,85(3), 2:15,55
4. Florian BREITENBERGER (ITA), 1: 07,53(3), 1:08,02(5), 2:15,55
6. Anton BLASBICHLER (ITA), 1:07,75(6), 1:08,03(6), 2:15,78
7. Michael SCHEIKL (AUT), 1:07,78(7), 1:08,51(10), 2:16,29
8. Stefan GRUBER (ITA), 1:08,02(8), 1:08,31(8), 2:16,33
9. Hannes CLARA (ITA), 2:16,45
10. Florian BATKOWSKI (AUT), 2:16,62
11. Rudi RESCH (ITA), 2:16,84
12. Gerald KAMMERLANDER (AUT), 2:17,35

Weltcupstände (3/6):

Damen:
1. Renate GIETL (ITA) 300
2. Ekatharina LAVRENTJEVA (RUS) 240
3. Melanie BATKOWSKI (AUT) 225
4. Renate KASSLATTER (ITA) 166
5. Evelyn LANTHALER (ITA) 165
6. Marlies WAGNER (AUT) 156
7. Julia VETLOVA (RUS) 146
8. Tamara SCHWARZ (ITA) 123
9. Tina UNTERBERGER (AUT) 109
10. Katrin MLADEK (AUT) 105
11. Irma KARISEK (BIH) 100
12. Ludmila ASTRAMOVISH (RUS) 88

Herren:
1. Gerald KAMMERLANDER (AUT) 232
2. Patrick PIGNETER (ITA) 231
3. Thomas SCHOPF (AUT) 186
4. Robert BATKOWSKI (AUT) 185
5. Gernot SCHWAB (AUT) 184
6. Michael SCHEIKL (AUT) 180
7. Florian BREITENBERGER (ITA) 151
8. Hannes CLARA (ITA) 141
9. Anton BLASBICHLER (ITA) 139
10. Stefan GRUBER (ITA) 102
11. Thomas KAMMERLANDER (AUT) 92
12. Marcus GRAUSAM (GER) 83
13. Kaj JOHNSON (CAN) 79
13. Georg MAURER (GER) 79
17. Björn KIERSPEL (GER) 69
20. Markus WICHAN (GER) 53

Die Doppelsitzer starteten bereits am Samstag ihr Rennen.
Lediglich wer flexibel war und sich blitzschnell auf sich ändernde Verhältnisse einstellen konnte, hatte in Unterammergau Chancen auf den Sieg. Während bei den Trainingsläufen am Freitag Sturm und Regen vorherrschten, gefror die Stecke über Nacht, um am frühen Nachmittag zum zweiten Durchgang wieder anzutauen.

Trotz Materialproblemen waren es die Seriensieger der letzten Saison, Patrick Pigneter/Florian Clara (ITA), die hier ihre Klasse bewiesen. „Über ihren ersten Podestplatz – in dieser Konstellation - duften sich Christian und Andreas Schopf (AUT) nach Halbzeitführung als Zweitplatzierte freuen. „Wir haben für das heutige Rennen einen anderen Schlitten probiert und das hat sich gut bewährt. Diese schnelle Bahn hier liegt uns außerdem“, erklärte Christian Schopf. Sein um vier Jahre älterer Bruder Andreas feierte bereits mit seinem Cousin Wolfgang große Erfolge im Rennrodeln. „Seit drei Jahren fahre ich jetzt mit meinem Bruder, allerdings mussten wir im Vorjahr pausieren, weil ich zu wenig Zeit zum Trainieren hatte, aber seit heuer sind wir beide Profis“, so Andreas, der sich als Student der Verfahrenstechnik die Zeit jetzt besser einteilen kann. Christian Schopf kann sich derzeit zu hundert Prozent auf den Sport konzentrieren und wird im März seinen Militärdienst antreten.

Ein kräftiges Lebenszeichen gaben Christian Schatz/Gerhard Mühlbacher (AUT) von sich. Mit dem dritten Platz – dem ersten Podestplatz seit genau einem Jahr – belohnten sie sich für die Mühen der letzten Wochen. „Wir haben noch nie so viel gearbeitet wie in dieser Saison im Dezember und Januar, trotzdem ist es in den ersten Rennen überhaupt nicht gut gelaufen“, sagte Gerhard Mühlbacher. „Wir waren zwar knapp dran, aber nie besser als fünfte oder sechste. Wir haben in den letzten Tagen hart trainiert und am Material gefeilt, aber in absoluter Hochform sind wir noch nicht. Darum bin auch ein bisschen stolz, dass wir hier im Training als auch beim Rennen schnell waren, denn unterschiedlicher hätten die Bedingungen nicht sein können.“

Endergebnis Doppelsitzer:
1. Patrick PIGNETER/Florian CLARA (ITA), 1:12,90(2), 1:11,98(1), 2:24,88
2. Christian SCHOPF/Andreas SCHOPF (AUT), 1:12,71(1), 1:12,84(2), 2:25,55
3. Christian SCHATZ/Gerhard MÜHLBACHER (AUT), 1:13,09(3), 1:12,92(3), 2:26,01
4. Pawel PORSCHNEV/Ivan LAZAREV (RUS), 1:13,68(6), 1:12,99(4), 2:26,67
5. Aleksandr EGEROV/Petr POPOV (RUS), 1:13,59(5), 1:13,12(5), 2:26,71
6. Andrzej LASZCZAK/Damian WANICZEK (POL), 1:13,32(4), 1:13,79(6), 2:27,11

Weltcupstand:

Doppelsitzer (3/6):
1. Patrick PIGNETER/Florian CLARA (ITA) 270
2. Pawel PORSCHNEV/Ivan LAZAREV (RUS) 260
3. Christian SCHOPF/Andreas SCHOPF (AUT) 195
4. Andrzej LASZCZAK/Damian WANICZEK (POL) 190
5. Christian SCHATZ/Gerhard MÜHLBACHER (AUT) 175
6. Thomas WEISS/Andreas LEITER (ITA) 161

Beim Intercontinentalcup im Slowenischen Jesenice gab es ebenfalls durchaus gute Erfolge der ÖRV Rodler

Am vergangenen Wochenende gab es auch am Pod Golico durchaus Österreichische erfolge. Die Mannschaftswertung die bei den Slowenen so traditionell gehalten wird gewannen diesmal dei drei schnellsten Österreicher. Robert Stadler in der in der allgemeinen Klasse dritter wurde, und die beiden schnellen Junioren Patrik Salcher aus Kufstein der vor Michael Kalchschmid aus Schönberg die Junioren Kategorie gewann.

Die Tagesbestzeit ging an den Slowenen Pagon Ziga vor dem Südtiroler Philipp Antholzer. Im Doppel konnten sich Brüggler/Angerer (Sbg/Tirol) knapp vor Knauder/Knauder (Frantschach) und Hilgarter/Kögl (Ktn/Tirol) die zeitgleich mit den Knauders waren durchsetzen.



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